1 IN A MILLION

"Ein verrücktes Jahr" hat die Grenze der 1 MILLIONEN Wörter geknackt! Wahnsinn! Für mich selbst fast unbegreiflch. Eine Millionen Wörter müssen erst einmal geschrieben werden, doch gibt es natürlich diejenigen, die tatsächlich eine Millionen Wörter gelesen haben. Vielen Dank also an all meine Leser! :o) Ihr seid die Besten!

Neu geordnet

Im Menüpunkt "Ein verrücktes Jahr" findet ihr nun die Unterteilung von 30 Tagen - damit das Suchen einfacher fällt :o) Ich musste zwar in alle Kapitel rein und sie neu anordnen, doch ich denke, dass es so übersichtlicher ist und ihr euch besser zurechtfindet :o)

Liebe nach Vertrag

Meine neue Geschichte steht in den Startlöchern! Bald wird es los gehen mit "Liebe nach Vertrag"!

s2gklein

Die letzten Gäste waren recht spät gegangen und erst gegen 3 Uhr lag das Paar in dem vorgeheizten Wasserbett. Skye lag halb auf Jiyong und schaute ihn an.
„Als welcher Joker gehst du?“
„Wie meinst du das?“
„Na ja, jeder Joker hatte seinen eigenen Stil. Heath Ledger war schon etwas gruselig als Joker, während Jared Leto eher ein sexy Joker war.“
„Lass dich überraschen.“
„Wenn du ein Heath Ledger wirst, werde ich nicht bei dir im Bett schlafen“, kündigte sie an.
„Na, dann nutzen wir das heute noch mal aus, denn Morgen beginnt unsere Verwandlung.“
Was das bedeuten sollte, fand Skye erst einige Stunden später heraus.

~~~~~~~~~~~~~

Sie waren schon um 8 Uhr wach. Skye war sich sicher, dass sie eines Tages einfach umfallen würde, um dann drei Jahre zu schlafen. Um 12 Uhr war Treffpunkt in der Akademie. Bis dahin war es noch hin, aber Jiyong fuhr mit ihr nach Gangnam in ein Stylingstudio.
„Ich dachte wir machen das in Vegas“, sagte Skye, als sie das Schild über dem Eingang las.
„Manche Sachen brauchen etwas länger“, erwiderte er wage.
Es stellte sich heraus, dass sie heute ihre Tattoos bekommen würden. Man führte sie in unterschiedliche Räume und eine junge Frau kam zu Skye. Es war diese neue Technik für falsche Tattoos, wie Skye sie auch schon online gesehen hatte, doch sie hatte es noch nie ausprobiert.
Man hatte eine Art Pflaster mit einem Muster, das klebte man auf die gewünschte Stelle. Dann gab es eine Paste, die man auf das Pflaster gab und welche dann wohl durchsickerte. Dann kam noch einmal eine Versieglungsfolie darüber und dann musste man wohl fest drücken, für ein paar Minuten. Das tatsächlich witzige an diesen Tattoos war, dass sie sich erst nach 24 Stunden voll entfalteten. Anfangs waren sie nur leichte Schatten, die dann nach und nach dunkler wurden und dann ungefähr zwei Wochen halten sollten. Skye wollte gar nicht wissen, was in dieser Paste war.
In dem Studio in Gangnam konnte man Tattoos in Auftragen geben und Jiyong hatte sich voll ausgetobt. Beim Suicide Squad hatten der Joker und Harley einiges an Tattoos, mitunter auch im Gesicht.
„Wenn du willst gebe ich dir die für dein Gesicht mit und du machst es selbst“, schlug die Stylistin vor.
„Nein, schon okay.“ Skye fand das Ganze eigentlich witzig und mehr als einer ihrer Mitbewohner würde darauf reinfallen.
Bis all die Tattoos auf Beine, Bauch, Rücken, Armen, Dekolletee und Gesicht fertig waren dauerte es knapp 1,5 Stunden. Skye hatte immer zwei Leute an sich arbeiten, damit sie zwei Tattoos gleichzeitig machen konnte. Sie mochte das ‚Lucky You‘ über ihrem Schambereich. Auf ihrem Oberarm hatte sie ein ‚J‘, was in ihrem Fall sehr zweideutig war. Jiyongs falschen Tattoos waren um einiges größer als die von Skye und sie ging rüber in das andere Zimmer, wo Jiyong oben ohne lag.
„Hallo meine Schöne“, sagte er, bewegte sich jedoch nicht da auch noch an ihm gearbeitet wurde. Nur den lachenden Mund auf der Hand bei ihm und das Diamond Muster auf Skyes Unterarm würde erst in Vegas drauf gemalt werden.
„Du bist verrückt.“
„Ich weiß.“
Wenigstens war er der Jared Joker.

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In der Akademie war schon reges Treiben, als Skye dort ankam. Dabei hatte sie gar keine rationale Erklärung dafür. Die Stylisten waren in der Halle, ebenso die ganzen Klamotten. Wieso wuselte hier jeder umher? Skye fand Mia mit EXO und ihrem Manager in einem der Tanzräume.
„Oh Skye, gut das du da bist, können wir los?“
Skye hatte ein Séparée reserviert für 13 Uhr. Neben EXO und dem Manager waren auch Siwon, Donghae und Eunhyuk dabei. Eunhae hatten einen Gastauftritt heute bei dem Konzert und Siwon war wohl zur mentalen Unterstützung dabei.
„Sie werden erst sehr spät heute Abend etwas richtiges zu essen bekommen und kurz vor der Show würde es auch keinen Sinn machen, das hält der Magen nicht aus“, erklärte Mia und schielte zu Donghae und Eunhyuk auf der Rückbank.
„Wir haben das Konzert ganz professionell fortgeführt“, verteidigte sich Donghae.
„Will ich wissen was passiert ist?“, fragte Skye vorsichtig.
„Ob du wissen willst, dass diese zwei Vollidioten mal gedachten haben vor einer Super Show einen Hotdog Essenswettbewerb zu machen, woraufhin sie unter die Bühne kotzen mussten? Nein, ich glaube das willst du nicht wissen.“
Skye drehte ganz langsam den Kopf zu den beiden und schaute finster.
„Noch mal, wir haben danach ganz normal weiter gemacht und wir haben auch nicht einfach gebrochen, da standen Eimer“, verteidigte Donghae sie weiterhin.
„Welchen ich in weiser Voraussicht dort platziert habe“, kommentierte Mia. Die Amerikanerin schüttelte nur den Kopf. Es war schon eine lustige Welt.

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„Skye, wieso hast du Dreck im Gesicht?“ Sehun lehnte sich näher zu ihr rüber.
„Der Dreck wird Morgen ein Tattoo sein“, erklärte sie und sorgte für allgemeine Verwirrung, bis sie das Prozedere erklärt hatte.
„Das ist cool, das will ich auch machen!“, kam es von Sehun.
„Wir sollten das am 1. April machen – Kim würde ohnmächtig werden“, scherzte Eunhyuk und man sah wie das Kopfkino begann. Zu Skyes anderen Seite saß Kai, der reservierter wirkte als sonst. Hatte sie gestern etwas getan? Vielleicht mochte er es nicht berührt zu werden? Vielleicht hatte sie sich zu viel heraus genommen. Es war so einfach sich an sie zu gewöhnen. Seit über vier Wochen war Skye von all diesen Künstlern umgeben und sie fing an vertrauter mit ihnen umzugehen – so war es auch umgekehrt. Doch nun schien sie es vielleicht zu weit getrieben zu haben.
„Ich bin wirklich gespannt, wie es in Vegas sein wird. Letztes Jahr war ich auch mit dabei gewesen. Es war eine unfassbare Feier“, schwärmte Donghae. „Wenn man mal davon absieht, dass meine Frau“ – und das Wort betonte er besonders – „sich an Justin rangeschmissen hat, dass ich dachte am nächsten Tag kämen die Scheidungspapiere.“
„Sorry Cupcake… it’s Justin Timberlake…“ Mia klopfte ihm auf die Schulter, doch Donghae schmollte.
„Keine Sorge, ich hätte dich nicht für ihn verlassen … aber wenn ich die Chance auf eine Nacht gehabt hätte … dann hättest du dich beim nächsten Kind sicherlich gewundert wo die Locken her kommen.“
Die eine Hälfte fing an zu lachen, die andere verschluckte sich. Skye lachte, weil sich so viele verschluckten. Man sah aber wie der Druck des Tourstarts etwas von ihren Schultern fiel und mehr hatten Mia und Skye gar nicht gewollt. Ihnen einen Moment der Ruhe zu gönnen, bevor der Stress erst richtig losging.

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Spätestens in der Halle war es vorbei mit Ruhe. Es war fast 16 Uhr, in zwei Stunden würde das Konzert beginnen. Die Fanmassen draußen waren unsagbar. Skye war ohnehin kein Freund von Menschen, oder besser: von vielen Menschen. Sie ging nicht auf Festivals oder in große Clubs, sie mochte es nicht sich an Buddhas Geburtstag durch die Menschenmenge zu quetschen und war selbst vielen Studentenfeten fern geblieben. Okay, ja, vor zwei Jahren, nachdem so ziemlich jeder gestorben war, den sie geliebt hatte, war sie beim Burning Man gewesen. Aber seien wir ehrlich, die meiste Zeit davon war sie high gewesen. Die Grenzen zwischen den Welten waren beim Burning Man ohnehin nicht so klar definiert und wenn man dann auch noch etwas zu sich nahm, war alles vorbei. Skye hatte ganz surreale Erinnerung an das Festival.

Skye folgte Mia, die noch mal die Bühne inspizierte. Bald würde man die Zuschauer in die Halle lassen, Skye war der Meinung, dass der Boden vibrierte, aber vielleicht bildete sie es sich nur ein. Sie war in Korea oft auf Konzerten gewesen, weil es hier recht geordnet ablief – im Gegensatz zu Amerika oder Europa.
Als sie hinter die Bühne gingen, war die Hektik irgendwie anders geworden. Mia blieb stehen und schaute sich ruhig um. Sie sah aus wie eine Löwin, die nach Beute witterte.
„Irgendwas ist los“, sagte sie nur und ging weiter, in Richtung der Umkleide.
„Mia, Skye, gut dass ihr hier seid, habt ihr Jongin gesehen?“, fragte Suho die beiden Frauen.
„Ehm … nein“, erwiderte Mia und schaute sich nach Kai um.
„Wie lange ist er weg?“
„So eine halbe Stunde. Sein Handy liegt hier, wir haben alles abgesucht.“
Man konnte hören, wie die Zuschauer nach und nach in die Halle kamen. Noch etwas mehr als eine Stunde.
„Wir helfen“, meinte Mia und nickte Skye zu. Skye war wahrscheinlich die schlechteste Hilfe die man sich wünschen konnte. Sie kannte die Halle nicht und so gut kannte sie Kai auch nicht. Mia war schon unterwegs, doch die Amerikanerin bewegte sich nicht. Sie ging nicht davon aus, dass er verletzt war. Dann hätte man ihn gefunden. Man fand jemanden nur nicht, wenn derjenige nicht gefunden werden wollte. Leute die gefunden werden wollten, versteckten sich so, dass man sie fand. Kai wollte nicht gefunden werden und Skye fragte sich, wo sie sich verstecken würde, wenn sie nicht gefunden werden wollte. Die Halle war nicht sehr verwinkelt. Es gab keine feste Hallendecke, es waren nur Tücher die in der Mitte zusammen kamen. Auch unter den Sitzplätzen gab es keinen Platz um sich zu verstecken. Im Backstagebereich hätte man ihn gefunden. Da blieb eigentlich nur noch der Keller.
Skye entdeckte einen Fluchtplan an der Wand und schaute ihn sich an. Im Keller gab es einige Räume, viele Umkleiden, für große Sportveranstaltungen, aber auch eine Küche, Kühlräume und Geräteräume. Na irgendwo würde sie ihn schon finden.
Sie fand die Treppe in den Keller und folgte ihr. In den vorderen Räumen war eine kleine Kantine aufgebaut, doch je weiter nach hinten sie kam, umso ruhiger wurde es. Sie war fast am Ende des langen Flurs, der hinten eine Biegung machte, als sie eine Gitarre hörte. Sie ging langsam weiter, hinter der Ecke stand eine Tür zu einem der Geräteräume offen.
„Kai?“ Ihre Augen hatten sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt, doch die Gitarre verstummt.
„Ich habe mir gedacht, dass du mich findest“, sagte er und langsam sah sie seine Umrisse und ging zu ihm.
„Wieso?“ Sie ging vor ihm in die Hocke.
„Du hast dich auf einer Insel versteckt. Du bist gut darin“, stellte er fest. Das konnte sie nicht abstreiten.
„Willst du reden? Also … nicht das ich dich hetzen will, aber so in 50 Minuten beginnt eure Tour…“
„Ich weiß.“
Sie drängte ihn nicht, weil sie wusste wie sehr sie es hasste gedrängt zu werden.
„Ich ertrag es einfach nur nicht das sie da ist.“
„Wer?“, fragte Skye verdutzt.
„Krystal.“
Krystal von f(x) und Kai waren bis vor ungefähr zwei Jahren ein Paar gewesen. Dann gab es eine offizielle Bestätigung ihrer Trennung.
„Sie ist überall. Damals hatte ich mich von ihr getrennt und sie sagt, sie liebt mich noch und ob ich uns nicht noch eine Chance geben kann. Ich will nicht. Das mit ihr und mir hat keine Zukunft, wieso dann Zeit für eine Beziehung verschwenden? Und mir geht es gut. Ohne sie. Und dann ist sie überall und das ganze Internet ist voll mit Gerüchten, dass wir uns doch nicht getrennt haben und jeder interpretiert irgendwo etwas rein. Und ich weiß dass sie heute kommt und es nervt mich. Es geht nicht um sie. Es geht um mich heute Abend, um EXO.“
Skye liebte es. Wenn sie Probleme hatte, dann war immer jemand gestorben. Einfach mal mit solchen banalen Problemen konfrontiert zu werden war erfrischend.
„Dann ist sie nicht da. Blende sie aus. Ich weiß das ihr Idols einen hohen Stellwert bei euren Fans habt, ihr entschuldigt euch dafür in einer Beziehung zu sein, dafür nicht in einer Beziehung zu sein, aber Süßer, ich sag dir mal was, im Endeffekt geht es niemanden was an. Wenn du auf der Bühne stehst gehörst du ihnen, aber sobald du von dieser Bühne gehst, gehörst du dir selbst. Blende Krystal aus. Da draußen warten 15.000 Menschen auf dich und Krystal ist völlig egal.“
Kai musterte sie.
„Du hast Recht!“ Die Erleuchtung.
„Auf wie viele Gesichter achte ich schon? Du hast Recht.“
Puh, grad noch einmal Glück gehabt, wobei sie nicht gedacht hatte, dass das so einfach werden würde.
„Aber Skye?“
„Hm?“
„Singst du mit mir bevor wir hoch gehen?“
Die Amerikanerin fing an zu lachen. Eben noch ein Häufchen Elend und jetzt schon wieder neckisch.
„Na klar.“
Sie sangen ‚Four-Five Seconds‘ von Rihanna und Kanye West, als Mia und Donghae die beiden fanden. Skye spielte die Gitarre und sie sangen gemeinsam. Mia wollte sie gerade anfahren, wie sie hier in aller Seelenruhe singen können, während oben fast das Sondereinsatzkommando einläuft, doch Donghae hielt sie zurück.
„Komm, wir gehen, die kommen gleich“, flüsterte er ihr zu und sie ließ sich von ihm weg ziehen. Skye und Kai bemerkten gar nicht, dass die beiden da gewesen sind.

~~~~~~~~~~~~~

Die Erleichterung war groß, als Kai wieder da war und niemand fuhr in an wegen seinem Verschwinden – dafür hatte Donghae gesorgt. Das Styling wurde noch mal gecheckt und der Manager besprach mit ihnen ein paar Sachen. Ab jetzt waren sie Künstler, keine süßen Jungs mit Gitarre.
„Du Mia, wo sitzen die SM Künstler?“, wollte Skye wissen.
„Ehm …“, sie schaute sich um in der Halle. „Dort drüben, siehst du den abgesperrten Bereich? Dort sitzen die hohen, geladenen Gäste. Du kannst da ruhig hin, genieß die Show.“
„Aber sie kommen nicht über den normalen Eingang rein, oder?“
„Ja doch, in so einer halben Stunde schätze ich. Sie kommen immer erst, wenn das Konzert angefangen hat, deswegen können sie die normalen Eingänge benutzen – sind dann ja alle beschäftigt“, erklärte die Frau und es ergab sogar Sinn.
Skye nickte und ging vor in den Besucherbereich und dann runter zur Tür. Vereinzelt rannten noch ein paar Fans zu ihren Plätzen, doch hier in den Fluren war es jetzt sehr ruhig. Skye hörte, wie das Konzert begann und sie lunzte durch den einen Eingang.
„Hey Skye, spielst du Bodyguard?“
Taemin und Onew kamen durch den Eingang und sie winkte ihnen zu.
„Viel Spaß!“, rief sie ihnen zu.
Nach und nach kamen immer wieder Gäste in Begleitung von Sicherheitsleuten, manche erkannte Skye, andere nicht. Nach ungefähr 20 Minuten kam eine Gruppe von Frauen. Sunny, Victoria, Yoona, Hyoyeon und Krystal. Sie giggelten fröhlich und stockten, als Skye sich ihnen in den Weg stellte. Skye war die Neue, sie gehörte noch nicht einmal dazu. Weder zu den Idols, noch zu SM Entertainment und gerade deswegen war es ihr völlig egal, was sie von ihr hielten.
„Hallo Skye, ist alles okay?“, fragte Yoona.
„Ja, alles ist gut, aber Krystal, ich muss dich bitten zu gehen.“
„Bitte?“
„Bitten zu gehen“, wiederholte Skye langsam, als hätte Krystal sie nicht akustisch verstanden. Krystal verzog ihr Gesicht und sie war nicht die einzige.
„Wer bist du, um mir das zu sagen?“
„Hi, ich bin Skye“, stellte sie sich sicherheitshalber vor. Sie sah wie Sunny sich wegdrehte, weil sie wohl darüber lachen musste, wie Skye Krystal aufzog.
„Ich weiß nicht was dein Problem ist, aber ich denke nicht, dass du entscheidest wer dieses Konzert besucht“, kam es von Hyoyeon.
„Nein, aber Kai und Kai will dich hier nicht. Hast du gar keine Selbstachtung? Siehst du Taeyeon hier irgendwo?“, fragte Skye und tat so, als würde sie sich umschauen.
„Wie würdest du es finden, wenn du deinen Stalker bei deinem Konzert entdeckst?“
„Stalker?! Hat er das gesagt?“
„Das brauchte er nicht. Er ist vielleicht zu gut erzogen, um ehrlich zu dir zu sein, aber du bist mir egal und du scheinst es sonst wohl nicht zu verstehen.“
Krystal funkelte Skye wütend an.
„Kommt, die hat uns gar nichts zu sagen.“ Die Sängerin drehte sich zu den anderen Frauen um, doch Skye ging einen Schritt auf sie zu.
„Aiight, this was the nice way but we can take it outside an’ I tell ya it ain’t gon’ be pretty.“
Es vergingen ein paar Momente, in denen Krystal sie einfach nur anstarrte.
„Lasst uns gehen, das Konzert ist ohnehin lahm“, sagte sie und wand sich ab. Die anderen schienen teilweise zu zögern, wollten ihrer Freundin aber dann doch zur Seite stehen und verließen die Halle wieder.
Skye schaute ihnen nach und blieb dann noch gut zehn Minuten dort stehen, um sicher zu sein, dass sie nicht zurückkamen.
„Great, now every female in this universe hates me. Awesome…“, murmelte sie und ging wieder rein. Erst Jennie und nun die SM Sängerinnen, aber wieso erklang in ihrem Kopf der Dialog der drei Hexen aus Shakespeares ‚Macbeth‘?

~~~~~~~~~~~~~

Das Konzert war der Hammer, auch wenn Skye es nicht mehr richtig genießen konnte. Sie mochte es nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und genau das war ihr jetzt gelungen. Sie glaubte auch nicht daran, dass Krystal das auf sich beruhen lassen würde. Wenn Skye ehrlich zu sich selbst war, würde sie das auch nicht tun.
Unheimlich viele Künstler waren gekommen, um zu schauen was die Schützlinge so trieben. Super Junior waren fast komplett da, ebenso BTS und SHINee und es war etwas auffällig, dass SNSD und f(x) nicht vertreten waren.

~~~~~~~~~~~~~

Offiziell gab es keine Party. Morgen war noch ein Konzert und die offizielle Anweisung des Managers lautete ‚Nach Hause! Jetzt! Schlafen!‘ – das war so ziemlich der O-Ton. Aber na ja, sie waren jung, sie hatten gerade ein Konzert gehabt und um Mitternacht hatte Kyuhyun Geburtstag. Das schrie doch förmlich nach Hausparty im Loft, oder?
Skye hatte sich sehr zurückgehalten nach dem Konzert und saß auch schweigend im Wagen.
„Hast du irgendetwas gemacht?“, fragte Mia skeptisch und schielte zu ihr rüber.
„Everybody hates me.“
„Awwwww… no, they love you! What’s wrong with you?“ Mia hatte ja noch gar keine Ahnung, zu welchen Krieg die Auseinandersetzung von heute Abend führen würde.

Die Partylaune war ihr vergangen und so zog sich die Amerikanerin auf die Dachterrasse zurück. Im Sommer wäre das hier oben wirklich schön. Man hatte einen tollen Blick über die Stadt und das Dach war riesig. Zwar wollte Skye nicht darüber nachdenken ob alle Träger des Dachs noch in Ordnung waren, aber no risk, no fun.
Das Quietschen der Tür verriet, dass sich noch jemand raus gesellt hatte, um frische Luft zu schnappen.
„Du wirst noch erfrieren.“ Kai legte ihr eine Decke um die Schultern und blieb hinter ihr stehen.
„Du riechst immer nach frischen Blumen“, murmelte er, völlig aus dem Zusammenhang gerissen.
„Das ist mein Shampoo“, erwiderte sie und drehte sich zu ihm.
„Kai-shi … ich …“
„Ich weiß was du getan hast. Es war sehr mutig … und sehr dumm. Du musst meine Kämpfe nicht für mich austragen.“ Er lächelte sie an. Immerhin war er nicht sauer, dann hätte Skye es geschafft an einem Abend ganz Korea gegen sich aufzubringen und Morgen würde sie im Flieger zurück auf die Fijis sitzen, um sich auf ihrer Insel zu verkriechen.
„Wird es schlimm werden?“
„Ja, wahrscheinlich. Aber ich bin bei dir.“ Er hatte seine Hände auf ihre Schultern gelegt und grinste.
„Du warst sehr mutig.“
„Und sehr dumm“, gab sie zu.

Annyong!

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