1 IN A MILLION

"Ein verrücktes Jahr" hat die Grenze der 1 MILLIONEN Wörter geknackt! Wahnsinn! Für mich selbst fast unbegreiflch. Eine Millionen Wörter müssen erst einmal geschrieben werden, doch gibt es natürlich diejenigen, die tatsächlich eine Millionen Wörter gelesen haben. Vielen Dank also an all meine Leser! :o) Ihr seid die Besten!

Neu geordnet

Im Menüpunkt "Ein verrücktes Jahr" findet ihr nun die Unterteilung von 30 Tagen - damit das Suchen einfacher fällt :o) Ich musste zwar in alle Kapitel rein und sie neu anordnen, doch ich denke, dass es so übersichtlicher ist und ihr euch besser zurechtfindet :o)

Liebe nach Vertrag

Meine neue Geschichte steht in den Startlöchern! Bald wird es los gehen mit "Liebe nach Vertrag"!

s2gklein

Um 00:34 saß Skye in der Casino Bar. Vier weitere Nachrichten hatte sie von ihm erhalten und in der letzten hatte gestanden, dass sie sich hier treffen würden. Bald. Über seine Definition von ‚bald‘ mussten sie sich auch unterhalten. Es war nicht so, als hätte Skye kein Verständnis. Es war ein Business Trip und das hatte sie gewusst. Aber dann hätte er ihr keinen romantischen Abend in Aussicht stellen sollen, mit einem tollen Kleid und tollen Schuhen. Er hätte einfach sagen können, dass er nicht wusste wie lange es dauert und dass wenn es ihr zu lange dauern würde, sie ruhig alleine los ziehen konnte. Dann hätte sie inzwischen schon ihren Burger gehabt oder aus Frust vielleicht auch zwei.
Stattdessen sah sie aus wie Cinderella auf Dior und wurde langsam wahnsinnige von dem Gebimmel der Automaten. Dabei war sie gar nicht das Püppchen, dass Zuhause saß und auf ihren Liebsten wartete. Der Liebste konnte sie eigentlich mal, wenn er sie versetzte. Es hatte allein schon eine Stunde gedauert, bis sie ihre Tattoos überschminkt hatte, die nun gänzlich schwarz waren. Schließlich konnte man nicht Dior tragen und dann ‚Rotten‘ auf der Wange stehen haben.
„Ms Jones?“
„What?! I tell you if you bring me one more damn message…“ Sie schaute zu ihrem Concierge. Der arme Kerl konnte ja auch nichts dafür. Stumm reichte er ihr einen Briefumschlag und verschwand, bevor er noch mehr abbekommen würde.
Diesmal fand sie nicht nur einen Brief, sondern auch einen 10.000$ Chip des Aria Casinos. Er beteuerte so schnell wie möglich bei ihr zu sein und dass sie sich doch solange einen schönen Abend machen solle. Einen schönen Abend hätte sie sich vor vier Stunden machen können! Sie wäre in ein Outlet gefahren, hätte etwas gegessen und alles wäre in Ordnung gewesen. Und was sollte der 10.000$ Chip? Sollte sie das etwa besänftigen? Hatte er gedacht, dass diese Summe angemessen war, um Skye zu besänftigen?
Sie war sauer und hungrig – wahrscheinlich sauer weil sie hungrig war. Sie stand auf und schaute sich um. In einem Casino gab es viele Wege Geld wieder los zu werden.
Bei einem Floorman erkundige sie sich, bei welchem Roulette-Tisch sie 10.000$ setzen könnte. Es gab unterschiedliche Tische mit unterschiedlichen Limits und mit ihrem Dior Kleid und dem 10.000$ Chip führte der freundliche Herr sie geradewegs zum High-Roller Tisch.
„Bye bye“, sagte sie und legte den Chip auf die Nummer 13.
Der Croupier annoncierte ‚Rien ne va plus‘ – nichts geht mehr. Skye wand sich ab und ging von dem Tisch weg, als ihr Handy klingelte und sie gezwungener Maßen stehen blieb. Mia hatte ihr eine Nachricht geschickt und viel Spaß gewünscht. Irgendwie hatten diese Leute eine völlig andere Auffassung von Dingen als Skye. Kai und seine ‚Ruhe‘, Jiyong und sein ‚bald‘ und jetzt auch noch Mia und ‚Spaß‘.
„Excuse me Miss, you’ve won.“ Einer der Floormen kam auf sie zugeeilt und noch während sie ihr Handy in der Hand hielt, rutschte ihr Blick auf die Tafel mit den Gewinnerzahlen. Es war die Nummer 13.
„Son of a …“, begann sie zu fluchen. Noch nicht mal sein Geld konnte sie loswerden!

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Abzüglich der Casino-Gebühr und einem freundlichen Trinkgeld waren Skye immer noch sage und schreibe 320.000$ geblieben. Andere würden jetzt durchdrehen und sich zum Pokern setzen oder zum Black Jack gehen, doch Skye hatte viel zu viel Wertschätzung für Geld. Früher hatte sie immer hart für ihr Geld arbeiten müssen und konnte nicht verstehen, wie manche Leute so achtlos mit Geld umgingen. Geld machte nicht glücklich, doch es machte vieles einfacherer. Sie mochte das Gefühl sich keine Gedanken machen zu müssen, ob sie nächsten Monat die Miete zahlen konnte oder nicht oder wenn man sich auch mal etwas gönnen konnte, ohne woanders sparen zu müssen. Finanzielle Unabhängigkeit machte vieles leichter. Es war aber auch verführerisch. Manche verloren völlig die Orientierung und fingen an sich Privatflugzeuge zu kaufen oder 30 Sportwagen. Es gab so viele traurige Geschichten, von Lottomillionären, die sehr tief gefallen waren. Skye würde nicht so werden. Sie war kein Zocker und eher praktisch veranlagt. Wieso brauchte man drei Autos? Oder überall Ferienhäuser? Jetzt mal ernsthaft, für zwei Wochen Skiurlaub im Jahr in Aspen musste man sich dort nicht für Millionen eine Ferienwohnung kaufen. Da mietet man sich ein 5 Sterne Hotel mit jeglichem Service und Schnickschnack für einen Bruchteil des Geldes.

Skye ließ 170.000$ auf Jiyongs Kreditkarte gutschreiben und den Rest auf ihre eigene, wobei sie sich 20.000 ausbezahlen ließ – falls sie sich mal was gönnen wollte. Bei ihrem Concierge bestellt sie den besten Burger der Stadt auf’s Zimmer und ging zum Fahrstuhl. Aus, vorbei mit Cinderella. Skye hatte genug.
Mit dem Fahrstuhl fuhr sie hoch und als die Türen sich öffneten, stand Jiyong vor ihr.
„Ich habe dich gesucht.“
„Ich dich nicht…“, sagte sie motzig und stapfte an ihm vorbei.
„Sei nicht sauer, es tut mir leid“, rief er und lief ihr nach. Als sie sich plötzlich umdrehte, blieb er abrupt stehen. Das Kleid hatte einen ziemlich großen Schwingradius.
„First you princess me up and then you bail on me“, beschwerte sie sich. „And I’m hungry!“
„Schatz, komm, wir gehen jetzt essen“, versprach er und griff nach ihrer Hand.
„I already ordered a burger. The best burger in town to be specific.“
„Glaub mir, du willst mit mir zum Essen.“
Skye war unentschlossen. Burger oder Jiyong mit unbekanntem Ausgang?

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Schließlich hatte sich Skye doch breit schlagen lassen. Wenn sie im Fahrstuhl stand, war kaum Platz für jemand anderen, durch den aufgeplusterten Rock.
„Du siehst sehr schön aus“, meinte Jiyong.
„Sprich nicht auf leerem Magen mit mir.“
Er nahm es nicht ernst und grinste vor sich hin.

Tatsächlich hatte Jiyong sich wieder einmal selbst übertroffen, denn er führte Skye zum Eiffel Tower. Der Nachbau des berühmten Turms lag gegenüber dem Bellagio und gehörte zum ‚Paris Las Vegas‘. Die erste Aussichtsplattform war ein Restaurant. Es war nach 2 Uhr morgens. Eigentlich hatte es geschlossen, doch Skye wusste inzwischen auch, dass ‚eigentlich‘ nicht für Jiyong galt und so erwartete sie natürlich jemand am Eingang zum Eiffelturm. Das Restaurant hatte nur für sie geöffnet und man hatte ihnen einen Platz am Fenster mit Blick auf das Bellagio gegeben.
„Ich bin immer noch sauer auf dich“, stellte sie klar, als man ihnen ein Glas Champagner brachte und er das Glas zum Prosten hochhielt.
„Wieso sind vorhin meiner Kreditkarte 170.000$ gutgeschrieben worden?“
„Das ist dein Anteil.“
„Von was?“
„Von unserem Roulettegewinn.“ Nun wurden seine Augen groß.
„Du hast im Roulett gewonnen?“
„Nein, DU hast im Roulette gewonnen, du und ein dämlicher Chip! Und ich wollte ihn nur loswerden und habe alle auf die 13 gesetzt.“
„Du hast alles auf eine Zahl gesetzt?“ In seinen Augen war das unvernünftig, aber gut, wenn Frauen sauer waren, war es ohnehin vorbei mit der Vernunft.
„Ja und die kam natürlich!“
Er konnte es gar nicht fassen. Die Frau, die sich selbst als Todesengel bezeichnete hatte ein glückliches Händchen im Glücksspiel.
„Wieso die 13?“ Jiyong vermutete wegen Super Junior, denn er wusste, dass sie die Band gut leiden konnte. Skye ging plötzlich seinem Blick aus dem Weg und schob das Weinglas in kreisförmigen Bewegungen vor sich her.
„Wir hatten unser Date an meinem 13. Tag in Seoul.“ Eigentlich hatte sie gedacht, dass der Tag, an dem sie sich in ihn verliebt hatte, nur Unglück bringen konnte. Jiyong stand auf und ging um den Tisch.
„Tanz mit mir.“ Er nahm ihre Hand und führte sie zu der kleinen, freie Fläche und begann mit ihr zu tanzen. Sie sah aus wie eine Puppe.
„Hast du dich ein wenig über das Kleid gefreut?“
So genervt sie auch war, so konnte sie doch nicht lange auf ihn sauer sein.
„A little.“
„Only a little?“, fragte er grinsend.
„Eigentlich habe ich mich sehr gefreut und dann … nicht mehr so…“
„Entschuldige bitte. Das nächste Mal schicke ich dir Burger anstatt Nachrichten.“
„Das wäre besser.“

Sie hatten ein tolles 4-Gänge Menü mit einem der schönsten Ausblicke in Vegas. Immerhin war sie jetzt satt.
„Was machst du mit dem ganzen Geld?“, fragte Jiyong sie.
„Oh, ich habe dir eine Uhr gekauft“, sagte sie und er fing an zu lachen. Skye holte aus ihrer Handtasche ein Päckchen raus und schob es über den Tisch. Es war eine G-Shock Premium Edition für knapp 3.000$. Allein schon das sie für G-Dragon eine G-Shock holte war göttlich. Im Display stand sogar ‚Mr-G‘, weil es eben die Herrenauflage war. Sie hatte unendlich viele Rädchen und war aus Titan. Diesmal hatte er den mahnenden Blick aufgelegt, den sonst Skye gerne bei seinen Geschenken benutzte.
„A G-Shock?“
„A G-Shock for G-Dragon“, erklärte sie. Einen Moment schauten sie sich an und fingen dann an zu lachen.

~~~~~~~~~~~~~

Es war 4 Uhr bis die beiden wieder im Hotelzimmer waren und Skye konnte es gar nicht abwarten, aus dem Kleid zu kommen. Geschlagene 9 Stunden hatte sie jetzt in dem Kleid verbracht und es hin bekommen, dass nicht ein Fleck darauf war. Befreit von dem Traum aus Tüll ließ sich Skye ins Bett fallen. Jiyong zog sie zu sich und küsste ihren Nacken.
„Kannst du vergessen“, murmelte sie.
„Was?!“
„Ich habe dir noch nicht genug vergeben für Sex.“
„Das ist Erpressung“, regte er sich künstlich auf. Skye griff unter ihr Kopfkissen und gab ihm einen 10.000$ Chip für das Casino.
„Weißt du, mach dir doch einfach einen schönen Abend.“ Es war gemein, ja, aber auch ein wenig gerecht.

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Um 10 Uhr wurden sie vom Roomservice geweckt. Skye hatte heute Nacht extra für 10 Uhr Frühstück bestellt, sonst würden sie gar nicht mehr in die Gänge kommen. Um 12 Uhr hatten sie irgendetwas vor. So viel hatte Jiyong Skye verraten. Mehr nicht. Skye war kein Fan von Überraschungen. Immer wenn jemand überraschend bei ihr angerufen oder geklingelt hatte, war danach jemand tot gewesen. Doch wie sollte sie das Jiyong erklären, der ja eigentlich nichts Schlechtes im Schilde führte?

Um 12 Uhr wurden Herr ‚Damaged‘ und Frau ‚Rotten‘ mit einer Limousine abgeholt und fuhren zu einem Helikopter Platz. Jiyong hatte darauf bestanden, dass sie ihre Kamera dabei hatte, aber das hatte er ihr nicht sagen brauchen. Er hatte einen Rundflug zum Grand Canyon gebucht und Skye flippte total aus. Wahrscheinlich könnte sie tagelang durch den Canyon laufen und fotografieren, aber ein Rundflug war auf jeden Fall besser als in Casinos zu sitzen. Nicht das sie bisher viel Pech mit Casinos hatte, aber man sollte sein Glück auch nicht zu sehr auf die Probe stellen.
Der Winter in Nevada eignete sich hervorragend zum Sightseeing. Im Sommer stiegen die Temperaturen auf über 40°C und mehr an und da hatte man dann auch keine Lust mehr durch den Grand Canyon zu laufen. Heute waren es gemütliche 20°C und ließ sich gut draußen aushalten. Im Gegensatz zu Seoul war es ja praktisch Sommer.
Der Helikopter landete in einem Tal und der Guide führte sie zu einer Lagune des Colorado Rivers mit einem kleinen Wasserfall für ein Picknick. Sie hatten knapp 1,5 Stunden für sich, bevor es zurück nach Vegas gehen würde. Skye kletterte die Felsen etwas hoch, um einen besseren Blick zu bekommen.
„Du fühlst dich wohl in der Natur, oder?“, fragte Jiyong, als sie wieder runter sprang.
„Du nicht?“
Er schaute sich um und schien darüber nachzudenken.
„Ich finde es wunderschön, aber ich fühle mich auch ein wenig verloren. Wir sind es gewohnt Autos zu haben und das überall Restaurants sind. Ich hätte wahrscheinlich nicht den Mut wochenlang durch Afrika zu reisen.“
„Ich hatte einen Guide, wir waren eine Gruppe, ich war nicht alleine … also meistens.“
Skye wusste, dass selbst wenn er wollte, es nicht ginge. Er war mit YG aufgewachsen und war seither praktisch nie alleine gewesen. Wahrscheinlich wusste er gar nicht, wie man sich alleine beschäftigte. Skye könnte den ganzen Tag mit einer Karte und einem Rucksack durch den Canyon wandern, doch Jiyong war anders. Anders weil er es nicht anders kannte.
„Wenn ein Bär kommt, werde ich dich beschützen“, sagte er grinsend.
„Was denn für ein Bär? Ein Steinbär?“ Sie schaute sich um.
„Ja, ein Steinbär“, bestätigte er und setzte sich an das Flussufer.

Auf dem Rückflug waren beide so müde gewesen, dass sie eingeschlafen waren, Kopf an Kopf.

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Gegen 17 Uhr waren sie wieder im Hotel und es war nicht so, als würde ihnen langweilig werden. Für 19 Uhr waren die Stylisten angesetzt und Skye bestand darauf vorher noch etwas zu essen und so holten sie den Burger nach, den Skye heute Nacht nicht mehr bekommen hatte.
Heute war Seollal und Mia war wohl super beschäftigt. Nicht nur mit der Familie, sondern auch mit den Fernsehauftritten und wieder bekam Skye ein schlechtes Gewissen, weil sie nicht da war.
„Mia schafft das schon.“ Es war gruselig wie er manchmal einfach wusste, was sie dachte.
„Sie hat meistens keine Assistentin und macht dann auch alles alleine.“
Es ging nicht darum, dass Skye nicht dachte, dass Mia ohne sie nicht zu Recht kam. Im Gegenteil. Noch immer lernte sie viel und wahrscheinlich war sie nur halb die Hilfe, die Mia sich wünschte. Es ging darum, dass sie diesen Posten angenommen hatte und jetzt ihre Chefin in stressigen Zeiten alleine ließ. Jetzt war es ohnehin zu spät.

Die Stylisten waren Zauberer. Man hatte Skyes Haare gefärbt und sich auch bei dem Make Up an dem Film orientiert. Jiyong bekam grüne Haare, ohne dass man sie vorher blondieren musste, was Skye ganz recht war. Sie mochte seine schwarzen Haare.
Das Outfit passte wie angegossen. Skye stand vor dem Spiegel und betrachtete sich. Sogar an den Baseballschläger hatte man gedacht. Jiyong stellte sich hinter sie. Er hatte sogar Grillz, was Skye zwar nicht mochte, aber zusammen sahen die beiden schon gefährlich aus.
„Wir könnten auch einfach hier bleiben…“, raunte er und küsste ihren Hals.
„Keine Chance, wir gehen zu Justin“, erwiderte sie und schupste ihn leicht weg.
„Was ist mit euch Frauen und Justin?“
„Er ist … aber cheer up – ich gehe mit dir hin und mit dir wieder nach Hause.“
„Na, dass hoffe ich … sicher bin ich mir da noch nicht.“

~~~~~~~~~~~~~

Gegen 23 Uhr kamen sie im 1OAK (1 of a kind – was ein Zufall) im Mirage an. Justin hatte den ganzen Club gemietet und es war unheimlich viel Sicherheitspersonal unterwegs und kontrollierte nicht nur die Gästelisten, sondern auch die Ausweise und Taschen.
„Ah look, it’s the Joker and Harley Quinn“, sagte der eine Security zu seinem Partner.
„Well this will be an interessting party afters all.“ Er fing an Jiyong abzutasten und als er zwischen seinen Beinen an kam, ging eine Hupe los. Der Mann erschreckte sich und fiel rückwärst um. Ji fing an zu lachen, selbst das Jokerlachen hatte er geübt. Es war gruselig gut. Bevor der Mann aufstehen wollte, drückte Skye ihren Baseballschläger gegen seine Brust.
„You’re not suppose to check out lil‘ Puddin“, erklärte sie ihm und warf ihm einen Kussmund zu.
Sie gingen beide gut in ihrer Rolle auf und die Securitys schauten ihnen nach.

Skye fühlte sich wie in einem Film. Man glaubte gar nicht, dass solche Partys tatsächlich existierten und nur für Filme inszeniert wurden. Es gab halbnackte Kellner und Kellnerinnen und Akrobaten, die von der Decke an Seidenschals hingen. Kaum waren sie drinnen hatte sie das erste Glas in der Hand und prosteten sich zu.
Schauspieler und Sänger waren geladen und viele fragten Skye und Jiyong, ob sie ein Foto von ihnen machen könnten. Die meisten hatten sich nicht so viel Mühe mit ihrem Kostüm gegeben oder sich wenig Gedanken gemacht, wer sie sein wollten. Meerjungfrauen, Rotkäppchen und Lady Gaga lagen total im Trend. Snoop Dogg hatte eine gestreifte Gefängniskluft an, was Skye witzig fand. Wahrscheinlich war es kein Kostüm sondern ein Souvenir aus seiner letzten Zeit im Knast.
Auch wenn sich Skye etwas ausgegrenzt vor kam, so kannten doch viele Jiyong und begrüßten ihn herzlich. Einige fragten auch nach Mia. Jiyong stellte Skye jedem vor, nicht als seine Freundin, doch eigentlich waren ihre Kostüme doch sehr eindeutig. Sie erwartete es nicht von ihm. Nur weil sie in Amerika waren hieß das nicht dass sie plötzliche Narrenfreiheit hatten, dass man sie hier nicht erkennen würde.
Jiyong hatte angefangen sich mit ein paar Leuten zu unterhalten. Irgendwann hatte sich Skye ausgeklinkt und hingesetzt. Kai hatte ihr geschrieben und sie schoss Bilder, um sie ihm zu schicken. Kai schrieb ihr, dass er auch ein Bild von der Las Vegas Skyeline haben wollte. Skye schaute nach Jiyong, der sich mit zwei Produzenten unterhielt und beschloss, dass es nicht auffallen würde, wenn sie ein paar Minuten verschwindet.

Vor der Tür sah sie wie Justin Timberlake sich mit zwei Männern unterhielt. Sie waren als Mafiabosse verkleidet, zumindest vermutete sie das. Nadelstreifenanzüge, Hüte. Sie wusste nicht ob die beiden Promis waren oder nur Freunde. Skye beschäftigte sich mit dieser Szene recht wenig und konnte nur wenige Gesichter zuordnen. Sie machte ein Video für Kai vom Strip und drum herum und schickte es ihm. Kai. Irgendwas war an diesem jungen Mann. Sie konnte es nicht greifen, nicht benennen, aber sie hatte ihn unheimlich gern. Wieso sonst würde sie den Hass aller SM Künstlerinnen freiwillig auf sich ziehen?
Sie stand da, gedankenverloren, als sie zwei betrunkene Männer sah, wie sie einen der Freunde von Justin anrempelten. Betrunkene Männer waren ganz schrecklich, denn so etwas artete immer aus und ehe sich Skye versah, fingen sie an sich zu schupsen.
Na gut das sie ihren Baseballschläger dabei hatte. Sie ging zu der Bande rüber und ging direkt dazwischen, den Baseballschläger auf einen der Betrunkenen gerichtet.
„Hey! These gentlemen are friends of Mr. J and you wouldn’t want Mr. J to get angry, wouldn’t you?“
„Dude! That’s Harley Quinn! This is so freaking awesome.“
„Yeah, yeah, whatever, go to mommy“, sagte sie und tat so, als würde sie nach ihnen treten.
„Can we get a picture with you?“, fragte der andere.
„Yeah whatever.“
Es war lustig, dass sie Skye als Harley Quinn erkannten, die Mafia aber nicht als Justin Timberlake. Sie grinste in die Kamera, Schläge über der Schulter und dann zogen sie glücklich von dannen.
„Thanks for the rescue Ms Quinn“, sagte Justin und reichte ihr die Hand.
„Hi, I’m Skye, Mia Martins assistant. Nice to meet ‘cha.“
Und von da an war Skye Justins persönlicher Bodyguard. Ein persönlicher Bodyguard der jede Runde mittrinken musste und wenn sie trinken musste, musste Jiyong das auch. Und es war klar, dass das völlig aus dem Ufer laufen würde.

Annyong!

Vielen Dank, dass du auf meiner Seite gelandet bist. Schaue dich ruhig um, es gibt viel zu entdecken. (◕‿◕✿)

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