1 IN A MILLION

"Ein verrücktes Jahr" hat die Grenze der 1 MILLIONEN Wörter geknackt! Wahnsinn! Für mich selbst fast unbegreiflch. Eine Millionen Wörter müssen erst einmal geschrieben werden, doch gibt es natürlich diejenigen, die tatsächlich eine Millionen Wörter gelesen haben. Vielen Dank also an all meine Leser! :o) Ihr seid die Besten!

Neu geordnet

Im Menüpunkt "Ein verrücktes Jahr" findet ihr nun die Unterteilung von 30 Tagen - damit das Suchen einfacher fällt :o) Ich musste zwar in alle Kapitel rein und sie neu anordnen, doch ich denke, dass es so übersichtlicher ist und ihr euch besser zurechtfindet :o)

Liebe nach Vertrag

Meine neue Geschichte steht in den Startlöchern! Bald wird es los gehen mit "Liebe nach Vertrag"!

Kaum war Mia endlich eingeschlafen, war die Nacht auch schon wieder vorbei. Gegen 6:30 Uhr klingelte ihr Wecker. Sie wollte zu Hause sein, bevor die anderen wach waren und bevor Siwon und Donghae nach Hause kamen. Um 7 Uhr müssten sie mit der Maschine aus Beijing landen. Jihoon zog sie murrend wieder zu sich.

Darling, I need to get up.“
„Sagt wer?“
„Mein I Phone.“
„Ich finde es hat unrecht.“

Mia gab nach und blieb noch ein paar Minuten liegen, genoss die Nähe und die Ruhe. Doch dann 
stand sie auf und Jihoon gleich mit. Sie schaute ihn fragend an, als er im Bad neben ihr stand.
„Ich fahre dich nach Hause…“

„I can take the subway, no big deal.“
Irgendwie hatte sie ein schlechtes Gewissen dass sie ständig in der Gegend kutschiert wurde. Vielleicht war es doch eine Überlegung wert sich ein Auto zu holen, dann würde sie weniger ein schlechtes Gewissen haben. Die Sitze im Panamera waren so bequem, dass Mia sofort wieder einschlief. Jihoon ließ sie schlafen, sie hatten ja kaum Schlaf gehabt und er würde sicher auch noch mal Schlafen gehen. Vorsichtshalber parkte er auf der Rückseite des Gebäudekomplexes und weckte Mia.
„Was hast du heute alles auf dem Plan?“, fragte er sie. Mia, noch leicht müde, musste erst mal grübeln.
„Ich hab um 11 Uhr Tanztraining, vorher fahren Heechul, Yesung und Siwon zu einem Fernsehauftritt und dann muss ich heute Abend zu Inkigayo und dann zu Sukira . .. but that’s about it. I mean, it’s Sunday so the schedule is not that heavy.“
Ungläubig schaute Jihoon sie an. Nicht so anstrengend? Aha. Von 10 Uhr morgens bis nachts um 12 Uhr im Dienst sind ganz normale Arbeitszeiten für einen ruhigen Sonntag.
„Lunch? My office? Steaks?“
„The three magic word!“, sagte Mia grinsend.
„I’ll be there at 2 PM.“
Er zog sie zu sich um sie noch einmal zu küssen.
„See you later.“

Mia hatte das Kleid unter dem Arm und auch ihre neue Tasche. Ein Mann, der einer Frau freiwillig eine Handtasche schenkte. Wie geil war das denn?
Die Euphorie war verflogen, als sie die Tür aufschloss und Mia Eunhyuk und Sungmin schon in der Küche entdeckte.
„Mia!“, sagten sie beide gleichzeitig und sprangen auf.
Etwas irritierte Mia, irgendetwas stimmte nicht.
„What happend?“
Leeteuk ist weg und Heechul ist weg.“
„Again: what happend?!“
„Gestern als wir nach Hause kamen war Heechuls Freundin schon weg. Leeteuk meinte dass Heechul den ganzen Wirbel für nichts gemacht hat und dass du genauso gut hättest hier schlafen können. Heechul sagte dass er ja nicht wissen konnte, wie sich der Abend entwickelte. Dann versuchte Teukie dich anzurufen, aber dein Handy war aus und er warf das Heechul vor, dass wenn dir etwas passieren würde, er daran schuld wäre und dass Kim eindeutig gesagt hatte, dass du nicht zu oft allein umherlaufen sollst. Jedenfalls haben sich die beiden angebrüllt und irgendwann sagte Teukie, dass wenn du hier nicht erwünscht bist, er hier auch nicht mehr sein will und ging und dann ging auch Heechul.“ 
Eunhyuk hatte viel zu schnell gesprochen, als dass Mia das alles hätte verstehen können, doch die wichtigen Informationen hatte sie raus gezogen. Was sie wunderte war, dass ihr Handy aus gewesen sein soll. Hatte Jihoon es aus gemacht? Selbst wenn, er wollte nur dass sie einen ruhigen Abend hatten und es ging auch nicht darum, dass die Situation so eskaliert war, weil sie Mia nicht erreicht hatten, sondern darum dass sie ihnen gesagt hatte, dass es okay war und die trotzdem gedacht hatten sich weiter streiten zu müssen.
Mia sagte nichts, sie dachte. Wo könnte Teukie hin sein? Sollte sie ihn suchen oder in Ruhe lassen, bis er sich beruhigt hatte.
„Sungmin darf ich dein Auto ausleihen?“
Verwundert schauten sie beiden Männer sie an. Mia und Autofahren?
„Okay…“, sagte er dann doch und gab ihr die Autoschlüssel. Eigentlich wusste Mia gar nicht so genau wo sie anfangen sollte zu suchen. Wie sollte sie Leeteuk finden? Sie hatte keinen Anhaltspunkt. Auf dem Weg in die Tiefgarage versuchte sie ihn anzurufen, doch natürlich war sein Handy aus.
Unten angekommen suchte sie Sungmins Auto und lief dabei ein Teukies vorbei. Mia stockte. Wieso war er heute Nacht abgehauen und hatte sein Auto hier gelassen? Sie ging näher an das Auto heran und sah etwas auf der Rückbank. Oh man. Augenrollend betrachtete sie das Paket dass sich in eine Decke eingewickelt auf der Rückbank breit gemacht hatte. Das war nicht sein Ernst, oder? Natürlich hatte er zugeschlossen und Mia klopfte so lange an die Fensterscheibe, bis er verschlafen den Kopf hob und die Fensterscheibe runter machte.
„Wasisos?“
Da er nicht aussah als habe er vor die Tür auf zu machen, kletterte Mia kurzerhand durch das Fenster in das Auto. Leeteuk schaute nur verwundert, machte aber Platz, nur um sich dann gegen sie zu lehnen und die Augen wieder zu zu machen.
„Die anderen sitzen da oben und haben die ganze Nacht kein Auge zu gemacht!“
Nun machte er die Augen doch auf.
„Wirklich?“
„Klar wirklich! Und Heechul ist auch weg!“
„Heechul auch?“

Sag mal, hatte der was an den Ohren? Nun schien Teukie einigermaßen wach zu sein und zog sich die Schuhe an. Selbst wenn er sauer auf Heechul war, wusste er, dass er ihn finden musste.
Sie stiegen aus dem Wagen und schauten sich um. Mia hatte so ein komisches Gefühl und bevor sie die nächste Panikattacke bekam, suchte sie erst mal Heechuls Auto und siehe da: Auch dass hatte seinen Parkplatz nicht verlassen. Leeteuk und Mia schlichen näher ran und tatsächlich, auch hier lag ein Knäul auf der Rückbank. Mia vergrub ihr Gesicht in den Händen. Da machten sich die anderen Sorgen und im Endeffekt lagen sie hier unten rum. Heechul war allerdings nicht so schlau gewesen das Auto zuzuschließen und ehe er sich versah, saß Mia im Auto und Leeteuk stieg vorne ein. Er versuchte sich gegen das Aufwachen zu wehren, was bei Mias Engagement nicht sehr einfach war.

Am Ende saß sie zwischen den beiden und beide hatten sich ihr abgewand.
„Guys, please, stop acting like that.“ Langsam aber sich verzweifelte sie daran.
„Er hat angefangen, er hat dich aus dem Haus geworfen!“
„Was?! Das habe ich nicht, ich habe gefragt ob sie EINE Nacht woanders schläft. Ich hätte mich auch um ein Hotelzimmer gekümmert, aber sie wollte nicht!“, verteidigte sich Heechul.
„Darum geht es nicht. Wir sollten zusammen halten, wir wohnen alle zusammen und sollten uns respektieren.“
„Ich respektiere jeden, deswegen habe ich gefragt und nicht entschieden.“

Mia hielt beiden gleichzeitig den Mund zu.
„Schluss jetzt. Um mal eines klar zu stellen. Heechul hat die letzten zwei Jahre alleine gewohnt. It’s difficult for him too, to live in a dorm again. Du solltest mehr Verständnis dafür haben . And it was really alright for me, believe me … anyway. Aber Heechul, du musst auch mal einräumen können, dass du Leeteuk zuhörst. Er möchte nur das wir zusammen halten, also lauf nicht einfach vor Problemen weg.“

Beide schauten Mia an, denn sich gegenseitig.
„Tut mir leid“, sagten sie gleichzeitig, stutzten dann.
Ich hab es zuerst gesagt!“, sagte Heechul. Irgendwie kam dass Mia bekannt vor.
„Alles klar, wer will was frühstücken?“
„Ich!“, 
sagten sie wieder gleichzeitig und schauten sich danach finster an.
Wenige Minuten später standen sie im Fahrstuhl.
„Sag mal Mia, wem gehören die Klamotten?“
Heechul betrachtete die Hose und das T-Shirt mit der Zipperjacke, die Jihoon ihr mitgegeben hatte, skeptisch. Erst jetzt schien auch Leeteuk daran einen Gedanken zu verschwenden und betrachtete Mia ebenfalls.
„Wo hast du geschlafen?“
Mia merkte wie sie rot wurde, ihr wurde auch unheimlich heiß, doch sie grinste nur.
„Ich habe euch gesagt ich hatte eine gute Nacht …“
Das war alles was sie dazu sagte, was die anderen beiden natürlich nicht als zufriedenstellend ansahen und versuchten mehr aus ihr heraus zu bekommen. Mia schloss die Tür wieder auf und sah Siwon und Donghae. Donghaes Gesicht hellte sich auf und er rannte auf Mia los um sie zu knuddeln. Fröhlich lachend ließ sie sich von ihm hochheben.
„Hey sweetheart … I missed you.“
Die anderen waren alle happy weil Mia Heechul und Leeteuk wieder gefunden hatte. Mittlerweile war es fast 08:30 Uhr. Sie mussten gegen 10 Uhr los zu SME. Lohnte es sich noch ein Nickerchen zu machen? Sie ging erst mal hoch in ihr Zimmer und versorgte die Kaninchen.
Der Geruch vom Frühstück lockte sie dann aber doch runter. Heechul und Leeteuk platzierten sich neben sie und fingen gleichzeitig an, an Mia zu schnüffeln. Sie versuchte die beiden los zu werden, es war aber nicht wirklich einfach.
„Was denkst du?“, fragte Heechul.
„Ich kenne das Parfüm, wer benutzt es?“
„Keine Ahnung, Joon … Rain … vielleicht doch Jonghyun …“, 
grübelte Heechul.
„Hey, get off me! I won’t tell you where I’ve spent the night!“
Nun schaute Donghae auf.
„Wie? Wo hast du geschlafen?“
„Das will sie uns nicht sagen“
, antwortete ihm Heechul.

Mia stand auf, ging hoch und zog sich um. Zehn Minuten später ging sie runter mit einer Tasche um, weil sie sich nach dem Tanztraining umziehen wollte.
Wo gehst du hin?“ , rief Leeteuk ihr nach.
„Arbeiten!“, rief sie zurück und schon flog die Tür zu.
„Meine Herren sind die anstrengend…“, murmelte sie vor sich hin.

Sie nahm die U-Bahn bis zu SM Entertainment. Ihre Kolleginnen hatten am Wochenende frei und Mia somit das Büro für sich. In aller Ruhe arbeitete sie die Emails ab und ging die Terminpläne für nächste Woche durch, trug alle wichtigen Termine auf der englischen Seite ein und beantwortete Mails von allen möglichen Leuten.
Yun sah aus Zufall in das Büro.
„Was tust du denn schon hier?“
„Arbeiten.“
Der Manager zog die Augenbrauen zusammen. Eigentlich machte Mia eh viel zu viel, es schien nicht so, als würde es ihr etwas ausmachen, aber etwas Mitleid hatte er mit der jungen Frau ja schon. Er überredete sie schließlich mit ihm frühstücken zu gehen.
Sie gingen in ein kleines Café nicht weit weg von SME. Seid Mia in China gewesen ist, konnte sie nur noch asiatischen Tee trinken, richtigen Tee, kein Beutelzeug. Also saß sie da mit ihrem grünen Tee und aß etwas Reis mit Ei.
Sag mal Mia, bist du zufrieden? Mit deiner Arbeit und der Band?“
Sie hatte bisher noch kein solches Gespräch mit Kim oder Yun geführt. Sie unterhielten sich immer nur über anstehende Termine oder Shows.
„Ja, sehr.“
Yun nickte, allein schon daran wie lange sie arbeitete und sich nie beschwerte, wusste er dass es ihr nicht unangenehm war.
„Du arbeitest ziemlich viel, ich will nur dass du weißt, dass wenn du mal frei haben möchtest, du nur etwas sagen musst. Normalerweise solltest du nur fünf Tage arbeiten, aber wie viel freie Tage hattest du schon? Vielleicht sechs?“
„Zwei“ , korrigierte ihn Mia.
„Einen ganzen, den ich mit Jaejoong vor der Kamera verbracht habe und zwei halbe …“
Sie beschwerte sich darüber ja nicht, aber wenn es schon mal auf den Tisch kam, dann aber auch bitte richtig. Andererseits wusste Mia gar nicht wie sie nicht arbeiten sollte. Dadurch dass sie mit den Jungs zusammen lebte konnte sie ohnehin nie ausschlafen und als einzige zu Hause zu sitzen und nichts zu machen, war auch doof. Freie Tage waren also noch nie ein Thema gewesen. Wenn die Jungs keine freien Tage hatten, wieso sollte sie dann welche haben? Andererseits dachte sie an Jihoon, daran, dass er vielleicht etwas Ruhe in ihr Leben bringen könnten.
„Zwei hm? … Was hälst du davon, nächste Woche Mittwoch sind die Jungs ja zwei Tage weg, außer Eunhyuk und Donnerstagabend musst du nur auf eine Musicalpremiere. Was hälst du davon wenn wir das zu offiziellen 1,5 freien Tagen machen?“
Heechul würde am Dienstag mit Siwon und Donghae nach Beijing für einen Werbespot fliegen und der Rest würde zwei Tage weg sein – außer Eunhyuk. Man würde das einsam werden.
Hört sich gut an“ , gab sie zu. Vielleicht würde ihr das mal gut tun. Einfach mal zur Massage gehen, spazieren im Park, einkaufen ohne Zeitdruck, vielleicht mal in ein Museum….
„Ich möchte dass du weißt dass wir sehen wie viel du arbeitest, aber die Band hat sich so gut an dich gewöhnt. Früher hatten wir meistens zwei Assistenten die sich Super Junior geteilt hatten, aber seid du bei ihnen wohnst und jeden Tag mit ihnen unterwegs bist, wollten wir das nicht kaputt machen, in dem wir jemand zweites dazu stecken. Als du die Woche bei SHINee warst, war das ja schon ein Desaster.“
Yun lachte fröhlich, er kannte die Jungs schon so lange und wusste wie bockig sie sein konnten, wenn ihnen etwas nicht passte. Sie verlangten nicht viel, aber das was sie verlangten, wollten sie dann richtig haben. Mia hingegen fühlte sich geschmeichelt, sie selbst konnte es nicht einschätzen ob sie ihren Job gut machte. In ihren Augen war sie nur ein Babysitter der schaute dass sie regelmäßig aßen und schliefen, sie redete ein bisschen mit den Moderatoren der Sendung und schaute dass sie gut aussahen.
„Es macht mir wirklich viel Spaß, ich habe sie sehr gerne.“
Yun nickte, das merkte man – bei Mia und bei den Jungs. Wenn das Verhältnis so andauern würde, müssten sie sich bald etwas mit ihrem Arbeitsvisum einfallen lassen. Wenn sie in 9 Monaten immer noch so zusammen hingen, würden die Jungs mit nach Deutschland auswandern, wenn Mia gehen musste.

Sie plauderten noch ein wenig, ganz locker, nicht über die Arbeit, wobei Mia sonst kaum etwas zu erzählen hatte außer von der Arbeit.
Und dann hieß es tanzen, tanzen, tanzen. Eunhyuk, Donghae und Sungmin fanden es witzig Mia zuzugucken. Sie fragte sich ob die nichts zu tun hätten und versuchte sie zu ignorieren.
Nachdem das Tanztraining beendet war, ging Mia duschen und richtete sich erst mal wieder her. Die anderen fand sie im Studio als ihr Handy klingelte.
„Hey darling“, sagte sie in das Telefon mit einem Grinsen.
„Medium or well done?“, fragte Jihoon auf der anderen Seite.
„Well done.“
„Fries or potatoe?“
„Fries.“
„Alright, see you at 2?“
„Can’t wait.“

Als Mia auflegte, schaute sie jeder an.
„Okay, kannst du uns bitte sagen mit wem du ausgehst?“, fragte Eunhyuk leicht genervt.
„Nope.“
Aber Mia wollte zumindest für sie etwas zu essen bestellen, miesmutig gingen sie die Karte durch und beschwerten sich kleinlaut, dass Mia nicht mit ihnen essen würde.
„Jungs, ich esse Steak, keine Chance das zu toppen.“
Wie war das? Liebe ging durch den Magen? Auf jeden Fall! Und in Sachen Essen hörte bei Mia der Spaß auf.

Donghae war einfach neugierig, er musste es wissen. Er hatte seine Gefühlswelt immer noch nicht ganz geordnet, er wusste dass er in erster Linie wollte, dass sie glücklich war, ob mit ihm oder ohne ihn war ihm erst mal egal. Allerdings wollte er wissen mit wem sie ausging und um wen sie so ein großes Geheimnis machte.
Er entschuldigte sich kurz und wartete vor dem Eingang, versteckt hinter einer Pflanze. Mia bemerkte ihn gar nicht als sie das Gebäude verließ und so folgte er ihr mit einigen Meter Abstand. Sie ging zur U-Bahn. Hae setzte sich zwar in den gleichen Wagen, jedoch ans andere Ende. Sie setzte ihre Kopfhörer auf und holte ein Buch raus, von den anderen Leuten schien sie sich gar nicht stören zu lassen, dabei fiel sie in der U Bahn viel eher auf als er. Gut, er hatte eine Kappe auf und einen Mundschutz, wer nicht genau auf ihn achtete, sollte ihn nicht erkennen.
Wenige Stationen später stieg sie wieder aus.  Es war interessant sie zu beobachten, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. Mia stach aus der Menge heraus, nicht nur weil sie Europäerin war, nein, sie lief durch die Straßen wie eine Königin, der Kopf gerade, fast stolzierend bahnte sie sich ihren Weg. Niemand rempelte sie an und viele schauten ihr nach. Manche vielleicht weil sie Mia erkannten, manche weil sie sich sicher dachten ‚Wer ist die hübsche Ausländerin‘.
Einige Male blieb sie stehen um ein Schaufenster zu betrachten oder ein Gebäude. Donghae tat es ihr gleich, sein Blick folgte ihrem. Sie tänzelte über Gullideckel hinweg und brachte ihn damit zum Lachen, sie wirkte so fremd in dieser Welt. Ihre Haare glänzten in der Sonne und ihre Hüfte schwang sich von links nach rechts, sie war eine Frau, kein Mädchen, kein eingeschüchtertes Mauerblümchen, nein, eine Frau und in diesem Moment beneidete er den Glücklichen, der sie bald für sich hatte.
Hae war so damit beschäftigt Mia zu beobachten, dass er nicht sah in welche Richtung sie ging, doch dann stockte er. Irgendwie kam es ihm bekannt vor, was war hier? Er schaute sich um und versuchte sich zu erinnern, was hier sein könnte, als er das große Schild von J.Tunes sah und sein Kiefer runter kippte.

Mia freute sich riesig, auf Jihoon, das Essen und darauf Zeit mit ihm zu verbringen. Sie dachte an letzte Nacht, wie wohl sie sich in seinen Armen gefühlt hatte, was für ein Gentleman er gewesen war. Nach der Hektik vom Morgen war er wie ihre einsame Insel, auf der sie sich einfach entspannen konnte.
J.Tunes war nicht mehr weit weg, da sah sie Joon und winkte fröhlich.
„Hey sunshine!“, rief der Jüngere fröhlich, verbeugte sich vor Mia und gab ihr einen Handkuss. Er mochte Mia, sie war quirlig, fröhlich, hatte Stil, verstand es Spaß zu haben und sie schien Jihoon glücklich zu machen. Vor allem das mochte er. Er hielt große Stücke auf den Sänger und wünschte ihm endlich die richtige Frau zu finden. Vielleicht war das Mia, im Moment schien er sehr glücklich. Ständig lief er mit einem Grinsen durch die Gegend und machte sich Gedanken, wie er sie beeindrucken konnte.
Nachdem er ihr den Handkuss gegeben hatte schaute er grinsend auf und drückte sie dann an sich.
„Willst du zu ihm?“
„Ja, wir sind zum Essen verabredet.“
„Komm, ich bring dich hoch.“
Daraufhin schnappte sich Joon ihre Hand und zog sie mit sich in das Gebäude.

Donghae stand auf der anderen Seite und dachte er müsste vom Glauben abfallen. Joon? Wirklich? Er verzog das Gesicht. Nicht dass er ihn nicht mochte, als Mann war Joon eine gute Gesellschaft, er war witzig und chaotisch, doch für Mia? Er war viel zu jung und was Frauen betraf, so wusste Donghae dass er viele um den kleinen Finger wickelte. Irgendwie hatte er nicht gedacht dass Mia auch dazu gehören würde. Kopfschüttelnd wand er sich ab und suchte sich ein Taxi.

So, da wären wir.“
Joon öffnete sie Tür zu Jihoons Büro und Mia bedanke sich bei ihm.
Er saß hinter dem Schreibtisch, auf dem großen Tisch war das Essen schon vorbereitet und versteckte sich unter den Wärmeglocken.
„Hey girl!“
Er ging auf sie zu und zog sie sofort in seine Arme. Mia schloss die Augen und drückte ihn fest an sich.
„Oh I missed you!“
Grinsend stupste er seine Nase gegen ihre, sie hatten sich nur ein paar Stunden nicht gesehen und doch schien es wie eine Ewigkeit gewesen zu sein. Seine Lippen suchten ihre und nahmen sie für einen Moment ein. Wieso schmeckte er so gut? Mia wurde schon wieder duselig und stolperte fast, als er sie los ließ.
Das Steak war hervorragend. Wirklich hervorragend. Mia hatte lange nicht mehr so ausgelassen gegessen, eigentlich aß sie immer gut, wenn sie mit Jihoon zusammen war. Er suchte die Restaurants aus und das Essen. Natürlich fiel es Mia auf, dass er sich auf westliche Küche beschränkte, auch wenn sie auch schon koreanisch essen gegangen waren. Andererseits hatte er auch lange in Amerika gelebt und hatte sich dort an die Küche anpassen müssen.
Als sie fertig waren seufzte Mia.
„Was liegt dir auf dem Herzen?“
Wieso war er so gut darin zu erkennen, dass etwas nicht stimmte?
„Ich würde es der Band gerne sagen. Das mit uns.“
„Okay.“
„They keep on asking questions and I think they checking my phone …”
„Okay.”
Sie machen sich immer so viele Sorgen und wollen wissen wo ich bin. Wenn sie wissen, dass ich bei dir bin, müssen sie sich keine Sorgen mehr machen.“
„Mia … ich habe gesagt es ist okay.“
Mia schaute verwirrt auf. Echt?
„Oh .. okay.“
Jihoon stützte sich lachend auf den Tisch. Oh nein, jetzt wurde sie schon wieder rot.
„Ich denke dass mit uns könnte etwas Ernstes werden. Wir lernen uns gerade erst kennen, aber ich bin gerne mit dir zusammen. Es macht mir nichts aus das sie es wissen, ich weiß wie sehr sie sich um dich kümmern“, erklärte er, als sie sich wieder gefangen hatte.
Sie nutzten noch ein paar Minuten um sich faul auf die Couch zu legen.
„Ich bin so satt“, meinte Mia und schloss die Augen.
„Da bin ich froh.“
Jihoon schloss die Arme um sie. Doch Mia hatte nicht lange Zeit um ihn zu genießen.
Ich ruf dich später an“, sagte sie zu ihm und küsste ihn zum Abschied.

Zurück bei SME hieß es eigentlich auch schon wieder ‚Weiter zu Inkigayo‘. Yesung und Donghae würden zusammen mit SHINee auftreten. Mia kannte den Hintergrund nicht genau, aber irgendwie hatten die Welpen und Küken gedacht sie müssten ‚Up&Down‘ zusammen performen. Klar, sie hatten ja auch sonst nichts anderes zu tun.
Dementsprechend fand Mia die beiden Bands auch zusammen. Auf dem Weg zu dem Musikstudio, kam Mia Donghae ziemlich ruhig vor. Er saß da, Kopfhörer auf, Musik an und tippte etwas auf seinem I Phone. Sie wollte ihn nicht stören und dachte sich erst mal nichts Böses dabei. In den kommenden Stunden war sein Benehmen aber doch auffällig. Mia beobachtete ihn in der Maske und fragte sich wieso er so schlecht gelaunt wirkte.
„Hae, hey, what’s wrong?“
Sein Blick war finster, auch wenn er ein falsches Lächeln aufsetzte.
„Alles total in Ordnung.“
Damit drehte er sich um und ließ Mia stehen. Mussten heute alle so anstrengend sein? Gut, sie würde es später noch mal probieren. Zumindest der Auftritt ging glatt über die Bühne und Donghae ließ sich seine schlechte Laune nicht anmerken. Er war ein Profi und besonders in solchen Situationen fiel es auf. Trotzdem machte es Mia wuschig nicht zu wissen woher seine schlechte Laune kam.
Direkt nach dem Auftritt fuhren weiter und trafen sich mit den anderen in einem Restaurant. Sie saßen in einen Separee und der ganze Tisch stand schon mit Essen voll. Mia setzte sich zwischen Leeteuk und Eunhyuk, die extra einen Platz für sie frei gehalten hatten. Zugegeben, Mia hatte nicht wirklich viel Hunger und nahm sich nur einen Teller Suppe.

Na, wie war dein Mittagessen? “, stecherte Heechul grinsend.
Gut“, antwortete Mia ohne aufzugucken. Als dann aber Donghae verächtlich lachte, zog Mia eine Augenbraue hoch.
„Alles klar, was ist eigentlich DEIN Problem?“
Den halben Tag zickte er rum und anscheinend spielte Mia eine Rolle in seiner schlechten Launen.
„Ich weiß mit wem du ausgehst.“
„Was?!“,
 kam es aus mehreren Mündern, nur nicht aus Mias.
Woher?“
„Ich bin dir heute Mittag nachgegangen“
, erklärte Donghae.
„So viel zum Thema das Stalker stalken“, wand Heechul ein und wurde von Sungmin angeschubst, er war nicht hilfreich.
„So und nun? Wieso führst du dich so auf?“, fragte Mia. Sie hatte ja vor gehabt es ihnen zu sagen, es war nicht nötig ihr hinterher zu spionieren.
„Ich verstehe nur nicht wieso du so ein Geheimnis daraus machst! Wir mögen Joon, wo liegt dein Problem?“
„JOON!“,
 kam es wieder aus vielen Mündern, diesmal auch aus Mias. Das führte dazu dass sie alle fragend anschauten.
Wie kommst du auf Joon?“, fragte sie lachend, doch Donghaes Miene blieb ernst.
Ich habe gesehen wie du bei J.Tunes angekommen bist, wie er sich freudestrahlend begrüßt und geküsst hat, du musst mir nichts vormachen.“
Mia stand auf und nahm ihre Tasche.
„Ich warte im Auto“ , annoncierte sie.
„Mia, was ist los?“, Teukie schaute panisch von Donghae zu Mia.
„I was just about to tell you who I’m dating, but it’s not Joon. I don’t need no stalker and I really don’t need that kind of bullpoopie.“
Damit drehte sie sich um und verließ den Raum. Alle Augen richteten sich auf Hae.
„Stalking? Wirklich?“, fragte Heechul und rollte mit den Augen. Hae schnickte daraufhin ein Stück Broccoli in seine Richtung, doch Heechul duckte sich weg.

Wieso war sie eigentlich so angenervt? Weil Hae ihr nachgegangen war? Weil er sie zu verurteilen schien? Sollte er doch denken was er wollte. Mia wählte Jihoons Nummer.
„Hey beautiful.“
„I’m not gonna tell them.“
Jihoon brauchte ein paar Sekunden um zu wissen, wovon sie sprach.
„Why not?“
„Cuz they stressing me out.“
Er lachte leise und fragte sich was passiert war, allerdings hörte sich Mia sehr motzig an und er entschied, dass es besser war, wenn er nicht nachfragte.
„Whenever you’re ready babe…“
„Thanks …“
Wenigstens einer schien auf ihrer Seite zu sein. Sie quatschten noch ein paar Minuten und dann rief sie Zoey an um sich bei ihr auch noch mal auszulassen.
„I told you … singers …“ Mia sah förmlich wie die Frau ihre Augen rollte.
„Aber lass dich nicht von ihnen ärgern, sie haben nur ein Problem damit dich zu teilen … was erwarten sie? Das du sie heiratest? Alle?“
„Es tut wirklich gut mit dir zu reden“, stellte Mia fest.
„Deswegen magst du mich ja auch.“
Mia lachte und sah dann wie Eunhyuk, Donghae und Leeteuk aus dem Restaurant kamen. Donghae würde heute nämlich auch bei Sukira mitmachen.
„Gotta hang up“, sagte sie und beendete das Gespräch.
Die ganze Fahrt über sagte niemand ein Wort. Big Mike beobachtete die vier nur und fragte sich, ob er sich reinhängen sollte, entschied sich dann aber dagegen. Am Ende würden sie sich gegen ihn verschwören, nein, nein, sollten sie ihre Probleme mal schön alleine klären.
Während der Radiosendung blieb Mia im Technikraum sitzen und bearbeitete die Emails die über den Tag verteilt rein kamen. Es waren nicht viele, sie versuchte nur Zeit zu schinden. Solange sie beschäftigt aussah, solange würde man sie in Ruhe lassen. Sie hörte der Sendung noch nicht mal zu.

Nach der Sendung gingen sie zurück zum Auto, nur Hae bog in eine andere Richtung ab.
„Was denkst du wo du hingehst?“ , fragte Mia, ziemlich ruhig, was in ihrem Fall meistens nichts Gutes war.
Ich treffe mich mit Freunden“, sagte er ohne anzuhalten.
Tust du nicht.“
Jetzt drehte er sich doch um und beide funkelten sich finster an.
Wie bitte?“
„Ihr habt Morgen früh ein Fotoshooting, ihr habt Ausgangssperre. Ende der Diskussion.“
Eunhyuk, Leeteuk und Big Mike schauten zwischen den beiden hin und her und tauschten einen besorgten Blick aus. Normalerweise konnte man sich sicher sein, dass die beiden immer zusammen hielten, sie jetzt streiten zu sehen, war eine ganz neue Erfahrung.
„Gilt die auch für dich?“, fragte Donghae schließlich.
Ich habe Morgen kein Fotoshooting.“
„Aber ein Vortanzen.“
Wieder schwiegen sie.
Wenn du zu Hause bleibst, bleibe ich auch, aber wenn du einen Schritt vor die Tür setzt, bin ich weg.“
Mia fand das ganze ziemlich albern, doch was sollte sie machen? Sie hatte ohnehin nicht geplant heute Abend noch mal weg zu gehen, auch wenn sie gerade Lust verspürte woanders zu schlafen.
„Fine“, sagte sie.
„Fine“, entgegnete Donghae und dann stiegen sie in den Van.

Zu Hause angekommen gingen Mia und Donghae direkt in ihr Zimmer und die Türen flogen zu. Für die, die nicht mitbekommen hatten, was geschehen war, war das doch sehr merkwürdig und Eunhyuk erklärte erst einmal was passiert war.
Man sind die kindisch“, sagte Yesung und ließ sich rückwärts auf die Couch fallen.
Was sich liebt …“, begann Heechul, beendete den Satz aber nicht.
Toll und wir wissen immer noch nicht mit wem sie ausgeht.“ Eunhyuk setzte sich zu seinen Bandkollegen.

What?!“, fragte Jihoon ungläubig am Telefon.
„Jup, he thought I was seeing Joon“, sagte Mia noch mal und ihr war es egal ob sie laut genug sprach dass Hae sie locker hören konnte.
„Hey can we act like we’re having phonesex?“, schlug Mia vor und schaute die Wand, hinter der Donghaes Zimmer lag finster an. Jihoon lachte fröhlich.
Denkst du nicht dass das zu weit geht?“
Seufzend legte sie sich hin und streckte sich.
„He’s just giving me a headache … big time …“
„He just cares for you, he is your friend, don’t be so harsh…“
„You know I’m feeling terrible when you’re so smart.“
„Sorry…“, sagte Jihoon lachend und Mia stimmte mit ein. Er schaffte es wirklich dass sie sich besser fühlte. Wie schaffte er das nur? Er hatte so eine beruhigende Wirkung auf sie.
Also, ich muss jetzt noch mal weg, aber ich wünsche dir eine gute Nacht.“
„Wo gehst du noch hin?“
 Mias Blick fiel auf die Uhr, es war nach 1 Uhr.
„Geschäftsleute, Karaokebar …. Ich will nicht, aber so ist das Leben“, sagte er seufzend.
„Gut, aber versuch nicht so spät ins Bett zu kommen.“
„Ich versuche es.“
Mia legte auf und schnappte sich ihren Laptop. Eigentlich sollte sie schlafen, Morgen früh war das Vortanzen, aber sie war viel zu hibbelig um jetzt schon zu schlafen. Also schaute sie sich noch die letzte Folge Vampire Diaries an.

 

Annyong!

Vielen Dank, dass du auf meiner Seite gelandet bist. Schaue dich ruhig um, es gibt viel zu entdecken. (◕‿◕✿)

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